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Big-Bag Lagerung: Regeln & Best Practices

Big-Bag-Lager PHS Magnum Chorula Polen

Auf einen Blick

Big-Bags (FIBC) mit PE/PP-Granulat können bis zu 24 Monate sicher in einem trockenen, geschlossenen, UV-freien Lager aufbewahrt werden. Schlüsselregeln: Stack Factor Einhaltung, FIFO-Rotation, Zonentrennung. Das SMIALA-Terminal in Chorula (bei Oppeln, 4 km von der A4) bietet 3.000 m² überdachte Lagerfläche für bis zu 2.000 Big-Bags gleichzeitig.


Was ist ein Big-Bag und warum erfordert seine Lagerung Aufmerksamkeit?

Ein Big-Bag (FIBC — Flexible Intermediate Bulk Container) ist ein flexibler Schüttguttransportbehälter aus gewebtem Polypropylengewebe mit einer Kapazität von typisch 500–2.000 kg. In der Kunststoffgranulat-Lieferkette (PE/PP) sind Big-Bags das Standard-Transportmedium zwischen Hersteller und Weiterverarbeiter.

Unsachgemäße Lagerung kann zu schwerwiegenden Problemen führen:

  • Stapelumfälle — Arbeitssicherheitsrisiko bei Überschreitung des Stack Factors
  • Materialverschlechterung — UV-Strahlung und Feuchtigkeit schädigen Granulat und Gewebestruktur
  • Rückverfolgbarkeitsverlust — fehlende FIFO-Kontrolle, Chargenvermischung
  • Gewebeschäden — beschädigte Tragschlaufen stellen beim Heben ein Sicherheitsrisiko dar

Schlüsselregeln für sichere Big-Bag-Lagerung

Stack Factor — die wichtigste Sicherheitsregel

Jeder Big-Bag trägt einen Stack Factor auf dem Etikett — die maximale Anzahl von Säcken, die übereinander gestapelt werden dürfen. Typische Werte: 3–5 Lagen, abhängig vom Gewebetyp und Sackgewicht.

Die Überschreitung des Stack Factors führt zu:

  • Verformung der unteren Säcke (Gewebedehnung)
  • Beschädigungen der Tragschlaufen durch Querdruck
  • Im Extremfall: Stapeleinsturz mit Verletzungsrisiko

Der Stack Factor gilt bei gleichmäßiger Stapelung auf flachem Boden. Bei unebenen Böden oder beschädigten Säcken in der Kolumne ist der Stack Factor entsprechend zu reduzieren.

Lagerbedingungen für PE/PP-Granulat

PE und PP-Granulat sind von Natur aus feuchtigkeitsresistent, aber die Lagerungsbedingungen beeinflussen sowohl das Material als auch die Big-Bag-Verpackung:

Parameter Empfehlung Begründung
Temperatur 5–30 °C Höhere Temperaturen beschleunigen Oxidation von Stabilisatoren
Relative Luftfeuchtigkeit < 65 % Verhindert Feuchtigkeit im Inneren des Sacks
Direktes UV-Licht Vermeiden PP-Gewebedegradation, Stabilisatoren im Granulat können abgebaut werden
Chemikaliennähe Keine reaktiven Stoffe Flüchtige Substanzen können durch FIBC-Gewebe diffundieren
Bodenbeschaffenheit Flach, trocken Unebener Boden verursacht Stapelinstabilität

Haltbarkeit: PE/PP-Granulat-Hersteller geben typischerweise 24 Monate ab Produktionsdatum an — bei richtigen Lagerbedingungen. Danach ist eine Materialprüfung empfohlen, bevor das Granulat verarbeitet wird.

FIFO-Rotation — Chargenverwaltung

FIFO (First In, First Out) bedeutet: die zuerst eingelagerte Charge wird als erste ausgegeben. Dies verhindert, dass ältere Chargen liegen bleiben, während neuere verarbeitet werden — mit dem Risiko, dass das Haltbarkeitsdatum überschritten wird.

Praktische Umsetzung:

  • Einlagerungsposition der Säcke dokumentieren (Charge, Datum, Lagerzelle)
  • Bei der Ausgabe immer aus der ältesten Charge entnehmen
  • Regelmäßige Bestandskontrolle: keine Charge darf „vergessen" werden

Das SMIALA-Terminal betreibt eine konsequente FIFO-Verwaltung mit digitaler Chargendokumentation pro Kunde.

Zonentrennung für mehrere Materialien und Kunden

Bei Lagerung mehrerer PE/PP-Typen (LDPE, HDPE, PP verschiedener Hersteller) oder für mehrere Kunden ist physische Zonentrennung Pflicht:

  • Zonen klar mit Kundencodes und Materialtypenschildern beschriften
  • Zwischengang zwischen Zonen verschiedener Kunden
  • Kein Mischbestand in einer Zone — auch nicht kurzfristig
  • Zugangskontrolle per ISO 9001:2015-Verfahren

Chargenvermischung unterschiedlicher PE/PP-Typen kann beim Verarbeiter zu Produktionsausschuss führen — ein teures Problem, das durch korrekte Zonentrennung vollständig vermieden wird.

Beschädigte Big-Bags — Quarantäne und Umverpackung

Ein beschädigter Sack (gerissene Tragschlaufe, eingerissenes Gewebe, undichte Auslauföffnung) darf nicht regulär eingelagert werden. Standardvorgehen:

  1. Beschädigten Sack sofort markieren und in die Quarantänezone stellen
  2. Kunden informieren und beschädigten Bereich dokumentieren (Fotos)
  3. Prüfen, ob das Material kontaminiert oder physisch beschädigt ist
  4. Entscheidung: Umverpackung in neuen Big-Bag (wenn Material in Ordnung) oder Entsorgung

SMIALA bietet Umverpackung beschädigter Säcke als Zusatzleistung an — Material wird in neuen FIBC umgefüllt, chargengenau dokumentiert. Mehr zur Konfektionierung und Umverpackung

SMIALA-Lager — Technische Spezifikation

Parameter Wert
Lagerfläche 3.000 m² überdachte Halle
Kapazität bis zu 2.000 Big-Bags gleichzeitig
Bodentragfähigkeit 5 t/m²
UV-Schutz Kein direktes Tageslicht
Sicherheit 24h-Kameraüberwachung und Alarm
Zertifizierung ISO 9001:2015
Lage Chorula bei Oppeln, 4 km von A4

Die überdachte Halle hält die Temperatur stabil und schützt die Säcke vor Witterungseinflüssen. Vollautomatische Gabelstapler für schwere Einlagerung bis 2.000 kg/Sack.

Kombinierter Service: Lagerung + Umladung

Der häufigste Ablauf am SMIALA-Terminal:

  1. Einlagerung der Lieferung aus Produktion oder Seecontainer in Big-Bags
  2. Lagerung bis zur Abrufbestellung (Kundenauftrag)
  3. Umladung auf Siloauflieger durch Schwerkraft (ohne Pneumatik, Granulat bleibt intakt)
  4. Weitertransport zum Kunden

Umladeleistung: bis zu 200 Tonnen pro Tag. Mehr zur Umladung Big-Bag → Siloauflieger

Einlagerung anfragen

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DEKRA ISO 9001:2015 Qualitätsmanagement Zertifikat — PHS Magnum

ISO 9001:2015

4 km von der Autobahn A4

180 km von der deutschen Grenze

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