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Big-Bag auf Siloauflieger umladen: So funktioniert's

Umschlag von Granulat aus Big-Bags auf Siloauflieger

Auf einen Blick

Big-Bag-Umladung auf einen Siloauflieger ist ein Schwerkrafttransfer von PE/PP-Granulat aus Säcken (1000–1250 kg) in den Aufliegerbehälter — ohne Pneumatik, ohne Fraktionierung. Das SMIALA-Terminal in Chorula verarbeitet bis zu 200 Tonnen pro Tag.


Was ist Big-Bag-Umladung?

Die Big-Bag-Umladung auf einen Siloauflieger ist die Logistikoperation, bei der Schüttgut aus FIBC-Säcken (Flexible Intermediate Bulk Container) direkt in den zylindrischen Behälter eines Siloaufliegers gefüllt wird.

Zwei Ansätze bestehen:

  1. Schwerkraftmethode — der Big-Bag wird über den Füllstutzen angehoben und per Schwerkraft entleert. Keine Pneumatik.
  2. Pneumatische Methode — Material wird pneumatisch aus dem Big-Bag in den Auflieger gefördert. Wird bei Materialien mit schlechten Fließeigenschaften eingesetzt.

Das SMIALA-Terminal verwendet ausschließlich die Schwerkraftmethode — geleitet von den Qualitätsanforderungen der Kunden LG Chem und HTNS für PE/PP-Granulate.

Warum ist die Vermeidung von Pneumatik entscheidend?

PE- und PP-Granulat wird gegen strikte Spezifikationsdokumente gehandelt — Schmelzflussindex, Aschegehalt, Partikelgröße. Pneumatische Förderung kann diese Eigenschaften auf drei Wegen verändern:

Fraktionierung — die Rohrströmung trennt Partikel nach Gewicht. Schwerere Granulatkörner sedimentieren schneller; feiner Staub bleibt länger in der Schwebe. Das Ergebnis ist eine inhomogene Mischung im Aufliegerbehälter.

Elektrostatische Aufladung — Reibung in der Pipeline lädt das Granulat elektrostatisch auf. Feine Partikel haften an Behälterwandungen und können beim Entleeren des Aufliegers unvollständig abgegeben werden.

Verunreinigungen — das Druckluftsystem enthält Kompressor, Lufttrockner und Filter. Jedes ist eine potenzielle Verunreinigungsquelle: Kompressoröl, Feuchtigkeit oder Filterpartikel. Für anspruchsvolle Anwendungen ist das disqualifizierend.

Die Schwerkraftumladung eliminiert alle drei Risiken.

Umladungsablauf am Terminal SMIALA

Schritt 1 - Anlieferungsannahme: Fahrzeug kommt am Terminal an. Fahrer meldet sich an; Transportdokumente werden geprüft (CMR, Lieferschein). Fahrzeug wird auf Brückenwaage gewogen.

Schritt 2 - Big-Bag-Entladung: Gabelstapler entlädt Big-Bags aus dem Container entweder zur Umladestelle (wenn Auflieger wartet) oder ins Lager.

Schritt 3 - Siloauflieger beladen: Auflieger positioniert sich unter der Füllstation. Bediener öffnet die obere Füllklappe. Ein Brückenträger-Kran oder Gabelstapler mit Ballenklemmen hebt den Big-Bag auf Füllhöhe (ca. 3–4 m). Das Bodenventil des Sacks wird geöffnet — Granulat fließt per Schwerkraft in den Behälter. Ein Standard-Siloauflieger (35–65 m³ Tank) fasst ca. 20–40 Tonnen PE-Granulat je nach Kammervolumen.

Schritt 4 - Nettowiegung und Dokumentation: Auflieger wird nach der Beladung gewogen. Differenz zwischen Vor- und Nach-Beladungsgewicht ist die Nettofracht. Bediener stellt Umladungsprotokoll aus.

SMIALA und die Umladung für LG Chem und HTNS

PHS Magnum / SMIALA bearbeitet die Umladung von PE- und PP-Granulaten für Lieferanten und Empfänger von LG Chem und HTNS. Diese Kunden erfordern strenge Chargenverfolgbarkeit, Qualitätserhaltung und zuverlässige Kommunikation über den Ladungsstatus. ISO 9001:2015 stellt sicher, dass diese Anforderungen konsistent erfüllt werden.

Wie wird eine Umladung bestellt?

Angaben: Anzahl Big-Bags (oder Tonnen), Materialtyp, Wunschtermin. Bestätigung innerhalb von 2 Werktunden.

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